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ritawerk luzern | |||||||||||||||||||||||||||
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Vor 100 Jahren hat Augustinerpater Hugolinus Dach die Ritaschwestern gegründet und sie unter den Schutz der hl. Rita von Cascia gestellt. Ihr Gedenktag ist am 22. Mai. Am 28. August jeden Jahres feiern die Ritaschwestern noch einmal, und zwar das Fest ihres „Regelvaters“ Augustinus. Wir in Marienfried Schwester M. Gerlinde Schrauts Beitrag hat die Überschrift „Wir in Marienfried“: „Zu allererst sollt ihr einmütig zusammenwohnen, wie ein Herz und eine Seele auf dem Weg zu Gott." Diese erste Weisung aus der Augustinusregel bleibt Ziel unseres augustinischen Lebens. Der Anspruch ist hoch, denn so einfach ist das nicht, die Liebe zu leben. Es heißt, die Gegenwart Gottes in jeder Mitschwester zu respektieren, einen Blick zu haben für die Einzelne und deren Würde, ihr in Wertschätzung zu begegnen. Die drei Gebetszeiten zum Morgen-, Mittags- und Abendlob sowie die Mahlzeiten bilden den äußeren Rahmen unseres Tagesablaufs. Da fünf von sieben Schwestern auswärts berufstätig sind, ist eine gewisse Tagesstruktur wichtig. Wir freuen uns über Erfolge einer Mitschwester und tragen Misserfolge, Enttäuschungen, Trauriges mit. So wollen wir uns gegenseitig Ansehen und Beheimatung schenken. Der wöchentliche Konventsabend gibt den Raum, um kleinere oder größere Konflikte offen anzusprechen und nach gemeinsamen Lösungen zu suchen. Wir schauen aktuelle Themen aus Gesellschaft, Kirche und Ordensleben an und diskutieren darüber. Wir überlegen, was dies für uns als Gemeinschaft bedeutet und welche Konsequenzen wir ziehen können. Jeden Dienstagabend treffen wir uns zum Bibelgespräch. Es gehört zu uns Ritaschwestern, Gottes Wort immer wieder und immer tiefer in unsere Seele fallen zu lassen. Es ist uns wichtig, die Evangeliumstexte zu meditieren. Das tut zunächst jede einzelne Schwester in ihrer eigenen Meditationszeit. Dann tauschen wir uns aus: Was sagt mir persönlich diese Bibelstelle? Wie nehmen wir sie gemeinsam mit in unseren Alltag? Einmal im Monat kommen die Mitglieder unserer Weggemeinschaft zum Abendtreffen nach Marienfried. Wir beten zusammen, genießen die mitgebrachten Köstlichkeiten, tauschen uns aus über persönliche Befindlichkeiten und über geistliche und andere Themen. Wir begegnen Gott hautnah im Menschen, der bedürftig und belastet ist und der uns an seinen Erfolgen und Freuden teilnehmen lässt. Wir Schwestern in Marienfried bilden auch den so genannten Formationskonvent. Hier können Frauen für sich klären, ob sie zum Ordensleben berufen sind. Sie können bei uns zeitweise mitleben und erfahren Hilfestellung und Begleitung bei ihrer Suche und ihren Fragen. Auch das Einleben in die Gemeinschaft während der etwa zweieinhalbjährigen Postulats- und Noviziatszeit wird von uns begleitet und unterstützt. Elisabeth, eine gelernte Gärtnerin, hat sich nach einigen Aufenthalten entschieden, ihren Ordensweg bei uns zu beginnen. Über das Internet lernte sie unsere Gemeinschaft kennen. Mit einer kleinen Feier wird sie ins Postulat aufgenommen und macht sich damit auf den Weg, Ritaschwester zu werden. Die Gelübde Wir Augustinerinnen sehen die Gelübde als Ausformung des Lebens in Liebe. So geht es bei uns im Gehorsam darum, wie wir gemeinsam auf Gottes Willen hören und Verantwortung tragen, jede so, wie sie es kann und wie es ihr zugetraut wird. Das Gelübde der Armut verstehen wir so, unsere Güter miteinander zu teilen, auch was uns gedanklich, emotional und vom Glauben her bewegt. Die gottgeweihte Ehelosigkeit bedeutet für uns, dass wir in Beziehung zu Gott und miteinander leben. Je offener wir zueinander werden, umso weniger sind wir auf exklusive Beziehungen angewiesen. Gemeinsames Leben in der großen Unterschiedlichkeit aufgrund unserer vielgestaltigen Altersgruppen, Schichten, Interessen oder Bildungen ist Herausforderung und Bereicherung zugleich. Es ist spannend und schön, Gott Raum in unserem Miteinander zu geben. |
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